Ratgeber

Druckkosten berechnen: was kostet eine Seite wirklich?

TCO-Berechnung: Anschaffung + Toner/Tinte + Strom. So findest du den günstigsten Drucker für dein Druckvolumen.

Veröffentlicht am 2026-05-26

Druckkosten berechnen: was kostet eine Seite wirklich?

Der Kaufpreis ist erst der Anfang

Viele kaufen einen Drucker nach dem Preis auf der Verpackung und wundern sich dann, warum das Gerät im Alltag teuer wird. Die Wahrheit steckt in den Folgekosten: Tinte, Toner, gelegentlich Wartungskits. Der Kaufpreis macht bei einem Patronen-Tintenstrahler oft nur 20–30 % der Gesamtkosten über drei Jahre aus.

Der wichtigste Begriff dabei heißt TCO (Total Cost of Ownership), also Gesamtbetriebskosten. Wer den TCO kennt, trifft die bessere Kaufentscheidung.

Die Formel für Kosten pro Seite

Die Berechnung ist einfach:

Kosten pro Seite = Tonerpreis ÷ Seitenreichweite

Beispiel: Eine Tintenpatrone kostet 18 € und reicht für 200 Seiten → 9 Cent pro Seite. Ein Toner für 25 € mit 1.500 Seiten Reichweite → 1,7 Cent pro Seite. Das ist ein gewaltiger Unterschied, der sich über Zeit aufaddiert.

Die Seitenreichweite findest du im Datenblatt des Herstellers. Sie wird nach ISO-Norm gemessen und ist ein verlässlicher Vergleichswert.

Vergleichstabelle: drei Druckertypen im Kostencheck

Druckertyp Kaufpreis Kosten pro Seite (sw) Break-Even bei 50 S./Mo.
Patronen-Tintenstrahler ~80 € 6–12 Ct. sofort teuer
Laser (z. B. HP LaserJet Pro M15w) ~109 € 1,5–2,5 Ct. ~18 Monate
EcoTank (z. B. Epson EcoTank ET-2850) ~269 € 0,3–0,5 Ct. ~30–36 Monate

Die Tabelle zeigt: Je mehr du druckst, desto schneller amortisiert sich ein teureres Gerät mit niedrigen Seitenkosten.

Der Break-Even-Punkt

Ab wann lohnt sich der Epson EcoTank ET-2850 gegenüber einem Patronendrucker für 80 €? Nehmen wir an:

  • EcoTank: 269 € Anschaffung, 0,4 Ct./Seite
  • Patronendrucker: 80 € Anschaffung, 9 Ct./Seite

Mehrkosten beim Kauf: 189 €. Ersparnis pro Seite: 8,6 Ct. → Break-Even nach ca. 2.200 Seiten, also rund 3–4 Jahre bei 50 Seiten/Monat. Wer 200 Seiten/Monat druckt, erreicht den Break-Even schon nach unter einem Jahr.

Fazit aus der Rechnung: EcoTank lohnt sich für Vieldrucker, Laser für gelegentliche Nutzer.

Bei unter 50 Seiten/Monat ist ein günstiger Laser wie der HP LaserJet Pro M15w die sichere Wahl.

Strom und Papier: vernachlässigbar

Der Stromverbrauch eines Heimdruckers liegt bei 1–3 Watt im Standby und 10–20 Watt beim Drucken. Bei 50 Seiten pro Monat sprechen wir von Centbeträgen pro Jahr, kein relevanter Kostentreiber.

Papier kostet ca. 0,5–1 Ct. pro Blatt (Standardpapier 80 g/m², 500 Blatt für ~5 €). Das ist konstant für alle Drucker, fällt also beim Vergleich heraus.

So gehst du vor

  1. Druckvolumen schätzen: Wie viele Seiten druckst du pro Monat? Ehrlich antworten, die meisten überschätzen das.
  2. Seitenkosten vergleichen: Hersteller-Datenblatt oder Produktseite aufrufen, Tonerpreis durch Reichweite teilen.
  3. Break-Even ausrechnen: Preisdifferenz ÷ Ersparnis pro Seite = nötige Seitenzahl.
  4. TCO über 3 Jahre berechnen: Kaufpreis + (Seitenkosten × 36 Monate × Monatsvolumen).

Fazit

Kläre zuerst dein Druckvolumen, dann wähle den Drucker. Bei unter 50 Seiten/Monat ist ein günstiger Laser die sichere Wahl. Bei 100+ Seiten/Monat lohnt der Blick auf den Epson EcoTank ET-2850 mit seinen unschlagbar niedrigen Tintenkosten. Den teuren Patronendrucker solltest du in fast allen Fällen meiden: er ist im Laden günstig und im Alltag teuer.

Empfohlene Drucker

Preis-Leistung
4.6

Sehr niedrige Druckkosten dank Tintentank-System. Lohnt sich ab ~100 Seiten pro Monat.

WLAN Duplex Farbe Scanner
249 €Preis bei Amazon
Bei Amazon prüfen
Budget-Tipp
4.2

Kompakter, günstiger Mono-Laser für gelegentliches Drucken im Home-Office. WLAN funktioniert zuverlässig.

WLAN
98.99 €Preis bei Amazon
Bei Amazon prüfen