Ratgeber

Drucker für den Mac: worauf es beim Kauf ankommt

Von Falco Naumann

AirPrint, Treiber und Scannen unter macOS: welche Geräte am Mac ohne Umwege funktionieren und wo es hakt.

Veröffentlicht am 2026-08-15

Drucker für den Mac: worauf es beim Kauf ankommt

AirPrint ist das entscheidende Stichwort

Unter macOS und iOS läuft das Drucken über AirPrint, Apples eigenes Protokoll. Unterstützt ein Drucker AirPrint, findet der Mac ihn im selben Netzwerk von allein. Es ist keine Treiberinstallation nötig, und auch iPhone und iPad können sofort darauf drucken.

Praktisch alle aktuellen Geräte mit WLAN von HP, Brother, Canon, Epson und Kyocera beherrschen AirPrint. Wichtig ist nur: Ohne Netzwerkanbindung kein AirPrint. Ein Drucker, der ausschließlich per USB angeschlossen wird, fällt aus diesem Komfort heraus.

Warum WLAN am Mac wichtiger ist als am PC

Viele aktuelle MacBooks haben ausschließlich USB-C-Anschlüsse. Ein Drucker mit klassischem USB-B-Kabel braucht dann einen Adapter, der dauerhaft am Schreibtisch liegt. Über WLAN entfällt das Problem vollständig.

In unserer Übersicht finden sich auch Geräte ohne WLAN, etwa Modelle mit reiner LAN-Anbindung. Die sind für feste Arbeitsplätze mit Netzwerkdose durchaus sinnvoll und funktionieren über den Router ebenfalls mit AirPrint. Nur die reinen USB-Geräte sind am Mac unbequem.

Scannen ist die eigentliche Hürde

Beim Drucken funktioniert fast alles reibungslos. Beim Scannen wird es unübersichtlicher. Drei Wege stehen offen:

  • Apples Bordmittel: Die Systemeinstellungen und die App Digitale Bilder erkennen viele Netzwerkscanner direkt. Das reicht für einfache Scans völlig aus.
  • Herstellersoftware: HP, Brother und Canon bieten eigene Programme mit mehr Einstellungen, etwa für Mehrseitenscans oder Texterkennung. Diese Programme hinken neuen macOS-Versionen gelegentlich hinterher.
  • Scan to Mail oder Scan to Cloud: Das Gerät verschickt den Scan selbst, ganz ohne Software auf dem Mac. Das funktioniert unabhängig vom Betriebssystem und ist die robusteste Variante.

Wer regelmäßig größere Stapel scannt, sollte auf einen automatischen Vorlageneinzug achten. Ohne ihn muss jedes Blatt einzeln aufgelegt werden.

Nach einem macOS-Update

Ein wiederkehrendes Ärgernis: Nach einem großen Systemupdate verschwindet der Drucker aus der Liste oder die Scansoftware startet nicht mehr. In den allermeisten Fällen genügt es, das Gerät in den Systemeinstellungen zu entfernen und neu hinzuzufügen. Bleibt das Problem, hilft ein Blick auf die Herstellerseite, ob eine aktualisierte Software vorliegt.

Vorbeugend lohnt es sich, kurz nach dem Kauf zu prüfen, ob der Hersteller für das Modell noch aktiv Software pflegt. Bei sehr günstigen Geräten weniger bekannter Marken ist das erfahrungsgemäß seltener der Fall als bei den etablierten Herstellern.

Kurz zusammengefasst

Für den Mac zählen drei Punkte: eine Netzwerkanbindung per WLAN oder LAN, AirPrint-Unterstützung und, falls gescannt werden soll, ein Blick auf die Scanwege. Sind diese drei Dinge erfüllt, spielt es kaum eine Rolle, von welchem Hersteller das Gerät stammt.

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Einschätzungen der Redaktion auf Basis von Herstellerangaben und öffentlich verfügbaren Kundenbewertungen. Keine eigenen Labortests.